Pluspunkte der Mittelschule

 

Pluspunkt 1: Klassenlehrerprinzip

§  Für Kinder, vor allem aber für Heranwachsende in der Pubertät sind feste Bezugspersonen enorm wichtig. Jugendliche bauen Vertrauen auf, wenn sie die Lehrkraft gut kennen, was leichter möglich ist, wenn man sich täglich mehrere Stunden sieht und miteinander arbeitet. Es bietet sich die Gelegenheit, sich auch im persönlichen und privaten Bereich auszutauschen.

§  Außerdem lernt die Lehrerin/der Lehrer die Schüler/innen näher kennen und kann damit besser auf ihre Schwierigkeiten, Sorgen, aber auch Erfolge - seien sie innerschulisch oder außerschulisch-  eingehen.

§  Der Lehrplan in der Mittelschule sieht Themenfelder vor, die in mehreren Fächern im gleichen Zeitraum verwirklicht werden sollen. Ein auf solche Weise vernetzter Unterricht ist wesentlich leichter im Klassenlehrerprinzip zu verwirklichen!

§  Gerade im Bereich der Berufsorientierung kann die Klassenlehrkraft, die die Stärken ihrer Schüler/innen kennt, besonders gut Hilfestellung leisten.

§  Als Klassenlehrkraft bleibt auch Zeit dafür, die Sorgen und Nöte der Jugendlichen ernst zu nehmen, man kann vorbeugend arbeiten und zum Beispiel mit der Methode des Klassenrats demokratische Strukturen grundlegen.

 

Diese besonderen Vorzüge des Klassenlehrerprinzips sind ein Alleinstellungsmerkmal der Grund- und Mittelschule.

Beziehung erleichtert Erziehung, Beziehung schafft Vertrauen, Beziehung stützt die jungen Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden!

 

Die Mittelschule - macht stark in der Person

 

 

Pluspunkt 2: Berufsorientierung

Ein besonderer Schwerpunkt der Mittelschule liegt auf der Berufsorientierung.

§  Schülerinnen und Schüler machen frühzeitig Erfahrungen im beruflichen Umfeld und lernen in Berufserkundungen und Praktika die Arbeitswelt altersgerecht kennen. So können die Schüler/innen ihre Berufswahl gezielt und vor allem gut begleitet treffen.

§  Nach einer Potentialanalyse, die heuer für unsere 7. Klasse im April stattfindet, bauen die weiteren Maßnahmen der Berufsorientierung auf den persönlichen Stärken auf. In den Praktika, die in der 8. und 9. Jahrgangsstufe stattfinden, knüpfen die Schüler/innen erste Kontakte, die für die spätere betriebliche Ausbildung von Nutzen sind. Schon vielfach unterschrieben Mittelschüler/innen „vom Fleck weg“ nach den Erfahrungen im Praktikum den angebotenen Ausbildungsvertrag.

§  Durch die intensiven Kontakte der Mittelschulen mit Berufsschulen und der regionalen Wirtschaft werden häufig konkrete Ausbildungschancen eröffnet.

§  SCHULEWIRTSCHAFT-Experten, wie an unserer Schule unser Kollege Herr Firmkäs, helfen beim Auf- und Ausbau von lokalen Netzwerken der Mittelschulen und der bayerischen Wirtschaft.

§  Die arbeitspraktischen Fächer Soziales, Wirtschaft und Technik, vermitteln weitreichende Kenntnisse in den einzelnen Bereichen.

§  Außerdem bietet unsere Mittelschule über die Berufseinstiegsbegleitung durch Frau Riepl und Frau Junker und die Berufsberaterin Frau Kainz persönliche Hilfen bei der Berufswahl direkt an der Schule an.

 

Diese besonderen Vorzüge dieser vertieften Berufsorientierung sind ein Alleinstellungsmerkmal der Grund- und Mittelschule.

 

Die Mittelschule – macht stark für den Beruf

 

 

 

Pluspunkt 3: Praktische Ausbildung

Ein besonderer Schwerpunkt der Mittelschule liegt auf den Fächern des berufsorientierenden Zweiges. Hier werden grundlegende Kompetenzen in den praktischen Fächern erworben, die für den späteren Beruf wichtig sind:

§  Schülerinnen und Schüler steigen in der 7. Klasse in die berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales ein. In allen drei Fächern werden wichtige Grundlagen vermittelt.

§  Ab der Jahrgangsstufe 8 spezialisieren sich die Schülerinnen und Schüler auf zwei Fächer, in denen sie nun vertiefte Kenntnisse erwerben.

§  In der Jahrgangsstufe 9 wählen sie ein Fach und werden in diesem intensiv in vier Wochenstunden unterrichtet.

So lernen die Schüler/innen im Fach Technik Maschinen aus ihrem Erfahrungsbereich kennen und erhalten grundlegende Informationen über deren Aufbau. Sie planen z.B. eine Arbeitsmaschine. Auch machen sie Erfahrungen mit dem CAD-Programm. Hierbei lernen sie Grundlagen und Grundprinzipien der 3D-Darstellung kennen.

Im Fach Soziales planen die Schüler/innen umfangreiche Vorhaben im Haushalt und führen diese weitgehend selbstständig durch. Sie lernen, innerhalb eines Teams zu kooperieren und zu kommunizieren und wenden Konfliktlösungsstrategien an und gewinnen dadurch Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.

Im Fach Wirtschaft erwerben die Schüler/innen beispielsweise Kenntnisse in Tabellenkalkulation und Buchführung und erlernen das sichere Zehn-Finger-Tast-schreiben.

 

Diese besonderen Vorzüge dieser vertieften Berufsorientierung sind ein Alleinstellungsmerkmal der Grund- und Mittelschule.

 

 

Die Mittelschule – macht stark für den Beruf

 

 

Pluspunkt 4: Durchlässigkeit und Abschlüsse

Auch wenn sich die Mittelschule traditionell an Schüler/innen mit eher praktischen Begabungen gerichtet hat, zeigt sich, dass sich der Bildungsweg vieler Menschen in den letzten Jahren stark gewandelt hat.

 

Mittlerweile kommen 42% aller Studierenden an den bayerischen Hochschulen NICHT vom Gymnasium, sondern über den Weg FOS/ BOS nach dem mittleren Schulabschluss nach SZ Online vom  29. Februar 2012

 

Unsere Schulart bietet verschiedene Abschlüsse, darunter eben auch den mittleren Schulabschluss, der gleichwertig aber nicht gleichartig zum mittleren Schulabschluss der Realschule ist.

 

Die Mittelschule bietet folgende Abschlüsse an:

 

·         Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule: Dieser Abschluss wird an Schüler verliehen, die die Jahrgangsstufe 9 erfolgreich besucht haben.

·         Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule in der Praxisklasse: Schüler, die mindestens im 9. Schulbesuchsjahr sind und die eine Praxisklasse besuchen, haben die Möglichkeit, den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule mit dem Bestehen einer Abschlussprüfung mit hoher Praxisorientierung zu erlangen.

·         Qualifizierender Abschluss der Mittelschule: Der qualifizierende Abschluss der Mittelschule ist eine besondere Leistungsfeststellung, der sich Schüler in Jahrgangsstufe 9 zusätzlich und freiwillig unterziehen können.

·         Mittlerer Schulabschluss an der Mittelschule: Die Schüler können in der Jahrgangsstufe 10 des Mittlere-Reife-Zugs oder in Vorbereitungsklassen einen mittleren Schulabschluss erwerben. Er verleiht u. a. die Berechtigung, Berufliche Oberschulen, z. B. die Fachoberschule, zu besuchen - und ist damit gegenüber dem Wirtschafts- und Realschulabschluss gleichwertig.

·         Qualifizierter beruflicher Bildungsabschluss: Der sogenannte „Quabi“ ist ein mittlerer Schulabschluss, den ehemalige Schüler der Mittelschule mit qualifizierendem Abschluss der Mittelschule und einem überdurchschnittlichen Berufsabschluss erhalten können. Er wird von der Mittelschule ausgestellt. Voraussetzungen sind ein Kammerzeugnis mit mind. Gesamtnote 3,0 und der Nachweis von mindestens ausreichenden Englischkenntnissen.

 

 

Die Mittelschule – macht stark – auch für ein Studium